Junge Menschen – verantwortungslos und demotiviert?

Junge Menschen – verantwortungslos und demotiviert? Diese Frage stellen sich viele ältere Unternehmer und Personalverantwortliche, aber auch Eltern und Lehrer. Um es vorweg zu nehmen: Nein, dass sind sie nicht. Im Gegenteil.

Sie sind anders als die Menschen der Generationen zuvor. Und auch hier wiederholt sich, was schon immer passierte. Das Verständnis zwischen jung und alt ist nicht immer gegeben. Also nichts NFotolia_43780037_XSeues und dennoch geht die Generationstypologie durch alle Medien. Es wird von der Y-Generation, der X-Generation, den Baby-Boomern geschrieben.

Eine Kienbaum-Studie beschäftigte sich 2010 ganz intensiv mit der Y-Generation. Das heißt, den jungen Menschen, die sich jetzt in der Ausbildung oder im Studium befinden oder gerade nach Ausbildung und Studium ihr Berufsleben beginnen. Kienbaum forschte zum Thema: „Was motiviert die Generation Y im Arbeitsleben?“

Die meiner Meinung nach wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

Sie möchten eine herausfordernde und sinnvolle Arbeit, eine ansprechende und gerechte Vergütung, ein kollegiales Arbeitsumfeld, einen Standort mit hoher Lebensqualität, Karrieremöglichkeiten, Work-Life Balance und Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Generation-YDer zukünftige Arbeitgeber muss ein Alleinstellungsmerkmal haben um sich vom Rest abzuheben. Das Employment Value Präposition, das heißt die Ausrichtung des Unternehmens und die Glaubwürdigkeit ist bei der Auswahl der Stelle und dem Verbleib im Unternehmen von großer Bedeutung.

Weitere Informationen zur Generationentypologie finden Sie in meinem Blog zur Generation Y , Generation X, Generation Z, Baby Boomer, Kriegsgeneration.

 

2 Gedanken zu „Junge Menschen – verantwortungslos und demotiviert?

  1. Martin

    Schade , wie grotesk oberflächlich die Medienaussagen hier kritisiert werden. So wie sich die Menschen verändert haben, haben sich auch die Prioritäten der gesellschaftlichen Verantwortung auf Basis ihrer Moralvorstellungen verändert. Diese wird maßgeblich durch Materialismus und Individualismus geprägt und zeugt davon, dass die neuen Generationen augenscheinlich sozialer und moralischer agieren, aber letztendlich auch nur ethisch unvertretbare Tshirts von H&M oder Zara oder Primark kaufen, sich von 9 Uhr morgens bis 19 Uhr abends in der Arbeit mit vorgeheuchelter „Work Life“ Balance wiederfinden und diese sogar als „innovativ“ bezeichnen, anstatt Zeit mit der Familie und nicht nur den persönlichen Freunden zu verbringen ohne dabei gleich selbst Kinder zeugen zu müssen. So oberflächlich wie hier vorgeworfen wird, dass Leute die diese neuen Menschen nicht verstehen, alt, konservativ oder nicht progressiv sind, so oberflächlich wird das Thema dann eben auch in den Medien behandelt. Deshalb brauchen Sie sich als Authorin und Vertreterin von vielen gleich-oberflächlich manipulierten Zustimmern nicht wundern wenn die Generation Y pauschalisiert unverantwortlich, etc. genannt wird. Im Endeffekt ist sie das auch. Ich bin übrigens jünger als 30 , arbeite in einem Innovation-Hub mit (von der Allgemeinheit bezeichneten) „progressiven“ Kollegen derlei Generation und hab mit 19 schon kapiert das unsere pervertierten Moralvorstellungen nur so nach “ Freiheits-gedanklicher“ Manipulation riecht, die Freiheit alles tun und lassen zu können ohne Konsequenzen erfahren zu müssen. Woher glauben sie stammen denn solch kulturelle Wertschätze wie YOLO und deren abstruse Form des Auslebens? Bei uns in der Arbeit gibt es genau jene flachen Hierarchien die „ausdrücklich“ Toleranz und Meinungsfreiheit als oberste Maxime haben aber letztendlich durch den Mangel an Vorraussicht und wahrer Empathie für den Kollegen und Menschen ein falsches soziales Teamgefühl vermitteln, und ultimativ arrogant echte gegensätzliche Meinungen, Gefühle und Charaktere nur akzeptieren aber auf lange Sicht ignoriern bzw. trivialisieren, geschweige denn sogar genauso ausnutzen wie es diverse konservative Gedankenströme bereits gemacht haben. Es wird davon gesprochen jedem im Team direkt zu sagen was man meint und fühlt und dennoch sind die intern gesponnenen Intrigen und hinter dem Rücken geführten Entscheidungen nicht überschaubar. Solch eine Manipulation, begründet mit progressiven Werten um den Zweck zu heiligen, die nur durch ein gesundes und ehrliches Maß an Verantwortung zu bekämpfen sind. Leistung, Produktivität und Geldmacherei steht genauso wie in den 80er Jahren im Mittelpunkt, wird aber „nur“ mit anderen Mitteln gerechtfertigt…. Was mich auf etwas bringt was mir mein Geschichtslehrer in der 9. Klasse sagte: Im 2ten Weltkrieg war es für das Gewissen eines Bomberpiloten einfacher den Release-Knopf zu drücken und jemand zu töten (weil das Opfer ja nicht direkt sichtbar ist), im Vergleich zum Gewissen eines Frontsoldaten das Bayonett dem feindlichen Soldaten ins Herz zu stechen und ihm dabei ins Gesicht zu schauen.
    Was ich damit sagen will: Wären unsere neuen Generationen, wie behauptet, wirklich verantwortungsbewusster und nicht so egozentrisch und kurzsichtig, dann würden z.B. die geführten Kriege und Konflikte nicht annähernd so hohe Opferzahlen haben oder auch ganz anders bewältigt werden. Ganz andere Parteien und Wahlbeteiligungszahlen wären gegeben, Medien würden für Falschaussagen nicht ungeschoren davon kommen. WER von uns jungen Menschen kennt die Parteiprogramme überhaupt oder kann geschweige denn diese auf 20 Jahre in der Zukunft ableiten? Aber die Realität zeigt: statt Soldaten senden wir Drohnen in Krisengebiete die sogar höhere Kollateralschäden verursachen als erstere, abgesegnet durch einen Beacon des „Progressivismus“ und Friedensnobelpreisträger Barack Obama. Wie sehr sich doch die Diskussion entfacht da Trump nun an seiner statt trat und statt Drohnen Raketen benutzt und alles gleich “ ganz anders ist“. Schwarzer oder heller „Unrat“ unterscheidet sich eben nur äußerlich, kaum innerlich, und letztendlich ist und bleibt es Unrat. Der Tor der ihm verantwortungslos folgt hätte das Potential zu begreifen. Diese Menschen die eigentlich die „Guten“ sein sollten. Wie manipulierbar die von sich aus bezeichneten „Progressivisten“ sind, wenn wieder etwas „für Umwelt“ , „für den Mensch“ , „für den Frieden“ ausgerufen wird, werden sie erst erkennen wenn sie ihre Arroganz ablegen die sie ihren vorherigen konservativen Besitzern abgenommen haben. Es würde auch bedeuten, dass sie und wir alle uns selbst kritisieren und uns vor allen mit Änderungswille entschuldigen müssten/ könnten egal wie hoch das persönliche „Opfer“ wäre, aber ganz offensichtlich ist dies in unsere materialistischen und egozentrischen Gesellschaft „not what we are going for“.

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