Erfolgsteams Mainfranken

Ziele systematisch zu erreichen ist für viele Menschen nicht so einfach. In der Anfangsphase ist man hoch motiviert und hat viel Energie. Wenn die ersten Schwierigkeiten auftauchen oder man in eine Art Sackgasse gerät, hören viele auf, ihr Ziel weiter zu verfolgen. Oft fehlen einem genau dann Anregungen und Tipps von außen, oder Menschen, die an einen glauben und begleiten. Genau bei diesen Schwierigkeiten hilft das Erfolgsteam.

Anita Schmitt, Leiterin der Akademie Heiligenfeld, stellte in Ihrem Vortrag „Networking in der Praxis“ am 28.07.2011 das „Erfolgsteam“ als ein Beispiel von Netzwerken vor. Unter den Teilnehmern fanden sich noch am gleichen Abend zehn Personen, die ein „Sucess Team“, deutsch „Erfolgsteam“, gründen wollten. Am 30. September 2011 startete Anita Schmitt zusammen mit vier Führungskräften von Margetshöchheim, Schweinfurt, Bad Kissingen und Bad Neustadt das erste Mainfränkische Erfolgsteam.

Die Idee kommt aus den USA

Die Idee zur Gründung von Erfolgsteams stammt aus Amerika.  Die Karriereberaterin und Autorin Barbara Sher hat in ihren Büchern Wishcraft und Live the life you love bereits darauf hingewiesen, wie hilfreich es sein kann, sich zum Erreichen von Zielen mit anderen Menschen zusammenzutun. Ulrike Bergmann hat diese Idee nach Deutschland gebracht. Erfolgsteams gibt es in vielen größeren Städten in Deutschland.

Für ein Erfolgsteam schließen sich idealerweise vier bis sechs Personen zu einem Team für die Dauer von ca. sechs Monaten zusammen. Es ist keine homogene Gruppe, sondern sie besteht aus Menschen jeden Alters, Geschlechts, unabhängig von Position, Branche oder Tätigkeit. Jedes Teammitglied verfolgt mindestens ein Ziel. Es geht darum, zusammen mit Gleichgesinnten persönliche und berufliche Ziele systematisch anzugehen. „Ein Erfolgsteam ist aber keine Selbsthilfegruppe, vielmehr ein echtes Arbeitsteam“, erklärt Anita Schmitt und ergänzt: „Es gibt bestimmte Regeln für die Zusammenarbeit, die ein effektives Vorgehen gewährleisten.“ „Im Wesentlichen wird durch ein solches Team die konsequente Verwirklichung der persönlichen Ziele sichergestellt und jedes Teammitglied kann dabei auf die Unterstützung der anderen bauen“, sagt Sabine Ferrari, Key Account Manager bei Weight Watchers At Work und eines der Mitglieder des ersten Erfolgsteams in Mainfranken. Der Erfolg definiert sich über die jeweiligen Ziele, die sich jeder Einzelne bereits im ersten Treffen gesetzt hat.

Erstes Erfolgsteam in Mainfranken

Bereits bei der Gründung des ersten Mainfränkischen Erfolgsteams im September 2011 war klar, unterschiedlicher könnten die Persönlichkeiten gar nicht sein. Modedesigner, Interimsmanager, Elektroingenieur, Eventmanager und Key Account Manager und doch hatten sie eines gleich, jeder wollte ein Ziel erreichen. Die Moderation des ersten Treffens übernahm Anita Schmitt. Spielerisch lernte sich das Team kennen, die Regeln wurden erklärt, Ziele definiert und weitere Termine vereinbart.

Die weiteren Treffen, die in Abständen von drei bis sechs Wochen stattfinden, lief daraufhin immer nach einer festen Struktur in drei Phasen ab. In der ersten Phase informieren sich die Mitglieder gegenseitig darüber, was seit dem letzten Treffen geschehen ist mit Blick auf das zu erreichende Ziel. „Es gilt Rede und Antwort zu stehen und Klarheit darüber zu bekommen, wie effektiv man an seinem Ziel gearbeitet hat“, sagt Burkard Schmitt, Elektroingenieur und Teammitglied des ersten Mainfränkischen Erfolgsteams. Die Zeit für den Bericht des Einzelnen ist auf fünf Minuten begrenzt. Dann kommt die zweite Phase, die Unterstützung durch das Team. In dieser Phase können alle Teilnehmer die anderen Mitglieder um Information über Rat bitten, damit sie weiterkommen. Dabei handelt es sich aber immer um Hilfe zur Selbsthilfe und keine Übernahme bestimmter Aufgaben. Feedback wird nur gegeben, wenn das Teammitglied darum bittet. Für die Runde steht jedem Teammitglied ca. 15 Minuten zur Verfügung. In der dritten Phase legt jeder eine Hausaufgabe für sich fest. Alle Vorhaben werden schriftlich fixiert und in einem Protokoll festgehalten.

Das erste Mainfränkische Erfolgsteam nutzte die neuen Medien für das vierte Treffen. Virtuell findet es im Februar als Austausch per Mail statt. Denkbar wäre auch ein Treffen in einer geschlossene Gruppe bei Facebook oder über Skype.

Vorteile von Erfolgsteams

„Das Erfolgsteam bietet für mich die Möglichkeit, konsequent an meinen eigenen Zielen zu arbeiten, dafür Rat und Feedback von anderen zu bekommen“, sagt Katja Luise Meißner, Modedesigner und Geschäftsführerin von KLM femme in Schweinfurt. „Für mich bedeutet ein Erfolgsteam aber auch Networking, also Kontakte knüpfen, Menschen kennen lernen“, ergänzt Bianca Koch, Interimsmanagerin aus Margetshöchheim. Ein Erfolgsteam bringt Kommunikation mit Personen, die aus ganz anderen Gebieten kommen und damit die Möglichkeit, viel dazuzulernen.

Grundvoraussetzungen für ein Erfolgsteam

Zeit, Engagement und Veränderung – Für ein Erfolgsteam müssen sich Menschen zusammenfinden, die sich für die Zeit des Bestehens des Erfolgsteams aufeinander einzulassen und Zeit, Energie und Engagement aufzubringen. Es bedeutet oft viel Arbeit und Durchhaltevermögen, aber persönliche Weiterentwicklung durch Selbstreflexion und Selbsterkenntnis.

Vertrauen und Stimmung – Das gegenseitige Vertrauen der Teammitglieder und eine konstruktive und positive Grundstimmung sind unerlässlich. Nur so können alle offen genug sein, um etwas von sich selbst mitzuteilen und auch um Rat von anderen zuzulassen und anzunehmen oder über Misserfolge und Probleme zu berichten. Empathie, Verständnis füreinander und ein respektvoller und wertschätzender Umgang sind deshalb ganz wichtig. Selbstverständlich können sich die Teammitglieder wenn nötig auch kritisieren, aber immer mit einer konstruktiven Ausrichtung.

Ausblick

Das nächste Erfolgsteam startete am 21.09.2012 in Haßfurt. Das vierte Erfolgsteam in Mainfranken steht in den Startlöchern, es sind noch zwei Plätze frei.

Wer mehr über Erfolgsteams Mainfranken wissen möchte: www.erfolgsteams-mainfranken.de

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